Jens Möller - Ideen umsetzen

Februar 2019 | Kreative Funken

Ideen umsetzen – So geht’s!

Kennen Sie das auch? Sie sind auf eine Party eingeladen und einer Ihrer Freunde oder Bekannten erzählt Ihnen von einer spannenden Geschäftsidee, von der er absolut überzeugt ist. Ein paar Wochen später treffen Sie Ihren Freund wieder und er erzählt Ihnen erneut von seiner Idee. „Das würde sicher voll einschlagen. Das ist die totale Marktlücke.“, erklärt er Ihnen. Als Sie nachfragen, was er für die Verwirklichung seiner Idee bisher schon getan hat, bekommen Sie jedoch nur Entschuldigungen oder Einwände zu hören: „Dafür habe ich momentan keine Zeit.“, „Dazu fehlt mir das Geld.“ oder „Darum kümmere ich mich nächstes Jahr.“ Spätestens in diesem Moment wissen Sie: Aus seiner Idee wird wahrscheinlich nie etwas werden!

Ideen haben reicht nicht

„Vision ohne Aktion ist Halluzination“, sagte bereits Thomas Alva Edison, einer der produktivsten Erfinder aller Zeiten. Ihm war klar, dass es nicht ausreicht, Ideen nur zu haben – man muss sie auch umsetzen. Ansonsten bleiben sie nicht mehr als reine Gedankenspiele und verpasste Chancen, denen wir früher oder später nachtrauern werden. Das bedeutet: Wenn Sie von einer Ihrer Ideen wirklich überzeugt sind und Ihnen der Gedanke daran Glücksgefühle beschert, dann ist das die Aufforderung umgehend zu handeln.

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn leider fühlen wir uns mit der Vorstellung, nur über unsere Ideen zu sprechen und nachzudenken, allzu sicher – nicht aber mit der Vorstellung sie tatsächlich umzusetzen. Das Problem: Indem wir unsere Idee immer wieder aufs Neue durchdenken, erschaffen wir unbewusst ein „Bendenkenmonster“. Irgendwann beginnen wir uns vor diesem Monster so zu fürchten, dass wir am Ende in eine Schockstarre verfallen. Aus genau diesem Grund ist es wichtig, dass Sie nicht zu lange warten, sondern so bald wie möglich den ersten Schritt in Richtung Umsetzung Ihrer Idee machen.

Wir fühlen uns mit der Vorstellung, nur über unsere Ideen zu sprechen, allzu sicher – nicht aber mit der Vorstellung sie tatsächlich umzusetzen. Klicken Sie um zu Tweeten

Starten statt warten

Nehmen wir an, Sie möchten weltweit ein revolutionäres Weiterbildungsthema umsetzen. Verwenden Sie Ihre kreative Energie dann nicht dafür, alle Punkte zu sammeln, die Ihnen noch fehlen (Büro, Geld, Mitarbeiter usw.). Machen Sie sich stattdessen lieber Gedanken, was Sie bereits haben, um schnellstmöglich loslegen können. Entwickeln Sie einfach Ihr erstes Trainingskonzept und finden Sie mindestens eine Person, die bereit ist, dafür zu bezahlen, von Ihnen trainiert zu werden. Holen Sie sich danach Feedback ein und verfeinern Sie Ihr Konzept. Wenn Ihre Schulung gut war, wird Sie diese Person sicher weiterempfehlen und beim nächsten Mal haben Sie vielleicht schon fünf zahlende Teilnehmer. Sie wissen jetzt, dass Ihre Idee Potenzial hat. Mit jeder Menge positiver Energie können Sie Ihre Idee jetzt immer weiter verbessern und wachsen lassen.

Die wirklich Großen haben es übrigens genauso gemacht. Steve Jobs startete Apple 1976 in seiner Garage. Google-Gründer Larry Page sicherte sich im Jahr 1997 zunächst die Domain google.com und startete mit einem Newsletter für einen ersten kleinen Kundenkreis. Erst danach entwickelte er gemeinsam mit Sergej Brin seine Suchmaschine. Heute gehören beide Unternehmen zu den wertvollsten Marken der Welt.

Tipp: Machen Sie den ersten Schritt

Dieses Erfolgsprinzip der kleinen Schritte ist im Japanischen als „Kaizen“ bekannt. Es funktioniert vor allem deshalb so gut, weil es unseren Blick vom oft unüberwindbar erscheinenden Ganzen auf kleine konkrete Umsetzungsschritte lenkt. Schnappen Sie sich am besten heute noch eine Idee, von der Sie überzeugt sind und die Sie umsetzen möchten. Machen Sie sich dann mindestens eine Stunde lang ganz konkret Gedanken, wie die nächsten kleinen Schritte aussehen könnten, mit denen Sie Ihre Idee ins Rollen bringen. Just do it! 🙂